Gasversorgung in Willich ist sicher

Die aktuelle Situation am Gasmarkt: was Sie wissen sollten

Der Preis für Gas steigt aktuell weltweit. Bereits zum Jahresbeginn 2021 hat die Nachfrage deutlich angezogen. In Deutschland kamen mit dem Jahresbeginn verschiedene Abgaben, wie die Netzentgelte und die CO2-Abgabe hinzu. Nun führt die aktuelle politische Lage dazu, dass die Märkte mit weiteren Preiserhöhungen auf die gestiegene Nachfrage reagieren. Solche Entwicklungen haben Einfluss auf die tagesaktuelle Beschaffungssituation von Energieunternehmen und können zu Preissteigerungen führen.

Gibt es für unsere Kund:innen Gaspreiserhöhungen?

Eine Preisanpassung ist je nach Tarif und Preisbindung nicht auszuschließen. Sollten wir Ihren Gaspreis anpassen müssen, werden Sie immer schriftlich informiert, in der Regel in Verbindung mit einem alternativen Angebot. Da es uns wichtig ist Ihre Belastung durch steigende Energiepreise so gering wie möglich zu halten, haben wir die Situation an den Beschaffungsmärkten immer im Blick. Sobald sich eine Entspannung abzeichnet, werden wir die Preise auch wieder senken.

So setzt sich der Gaspreis ab 2022 zusammen* 

*bei einem Gasverbrauch von 18.000 kWh, ab Januar 2022

 

Wer profitiert von den höheren Gaspreisen?

Sie als Kund:in zahlen die höheren Kosten zunächst an uns. Wir leiten den größten Teil davon weiter, und zwar hauptsächlich an die Netzbetreiber und an den Bund oder aber decken die gestiegen Beschaffungskosten.

Was tun die Stadtwerke gegen die steigenden Kosten für Energie?

An den enormen Preisschwankungen auf dem weltweiten Energiemarkt kann das einzelne Energieunternehmen nichts ändern. Und auf dem Weg zur Klimaneutralität wird unsere Gesellschaft steigende Kosten für einen gewissen Zeitraum kaum vermeiden können.

Um Ihnen dennoch preislich verlässliche Angebote zu machen, haben wir unsere Tarife vereinfacht und mit einer eingeschränkten Preisgarantie versehen. Den größten Hebel gegen die steigenden Kosten sehen wir jedoch klar in der Reduktion des Energieverbrauchs. Wer Energie spart, profitiert doppelt: durch geringere Kosten und weniger CO2-Emissionen. Wir möchten unsere Kund:innen dabei unterstützen und bauen kontinuierlich unsere Leistungen zur Energieeffizienz aus.

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In unserem Bereich „News&Aktuelles“ finden Sie immer alle relevanten Informationen zur Entwicklung der Energiemärkte, Klimapolitik und natürlich auch alle aktuellen regionalen Neuigkeiten rund um die Stadtwerke Willich.

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Tipps und Tricks, wie Sie Ihren Gasverbrauch reduzieren

Sie möchten Ihren Energieverbrauch reduzieren, wissen aber nicht, welche Maßnahmen die richtigen sind? Wir haben einige Hilfreiche Tipps für Sie zusammengestellt, um Ihren Gasverbrauch und somit auch Ihre Gaskosten zu reduzieren und die Umwelt zu entlasten.

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Fragen und Antworten zur Gaspreisanpassung 2022

Allgemein

Wie tragen die Stadtwerke Willich zur sicheren Versorgung ihrer Kund:innen bei?

Wir beschaffen die für unsere Kundinnen und Kunden nötigen Energiemengen – Strom ebenso wie Gas – lange im Voraus. So stellen wir sicher, dass auch in schwierigen Zeiten die Daseinsvorsorge für die von uns belieferten Haushalte gewährleistet ist. Die Insolvenz vieler Discount-Anbieter hat gezeigt, dass ein kurzfristiger Einkauf in Kombination mit Spekulationen auf fallende Preise die Daseinsvorsorge gefährdet.

Als lokaler Grundversorger sind wir verpflichtet, jeden Haushalt unseres Versorgungsgebietes mit Strom oder Gas zu beliefern – auch diejenigen, deren Anbieter insolvent geht. Wir beobachten das Marktgeschehen daher sehr sorgfältig, um rechtzeitig die nötigen Energiemengen zu sichern.

Außerdem tauschen wir uns intensiv mit den Betreibern von Netzen und Speichern, mit Händlern und Vertrieben aus. Alle Akteure sind sich ihrer Verantwortung bewusst und tragen mit einem breit angelegten Instrumentarium zur Versorgungssicherheit bei.

Warum sollte ich mich für mein örtliches Stadtwerk als Energielieferanten entscheiden?

Kund:innen der Stadtwerke Willich profitieren von einer zuverlässigen Energieversorgung zu stabilen Preisen – auch in Krisenzeiten. Wir beschaffen Energie langfristig und nachhaltig. So müssen sich unsere Kund:innen keine Sorgen um Marktrisiken und Preisschwankungen machen, sondern können von einem fairen Energiepreis ausgehen, bei dem das Risiko kurzfristiger Preisspitzen minimiert ist.

Wir garantieren zudem höchstmögliche Transparenz. Unsere Kund:innen haben jederzeit Einblick in die einzelnen Bausteine, aus denen sich der Energiepreis zusammensetzt. Während privatwirtschaftliche Energieanbieter vor allem ihre Gewinne maximieren wollen, stehen die Stadtwerke zu ihrer Kernaufgabe der verlässlichen Daseinsvorsorge. Die Bürger:innen können sicher sein, dass wir mögliche Gewinne in lokale Projekte reinvestieren – und sie uns allen in der Kommune zugutekommen.

Wie lese ich meinen Zählerstand richtig ab?

In den meisten deutschen Haushalten befindet sich der Zähler im Keller oder im Hausflur, manchmal auch in der Wohnung.

Auf Ihrem Stromzählern (häufig in einem grauen Gehäuse verbaut) befindet sich ein Zweirichtungszähler. Notieren Sie nur die Zahlen (kWh) im schwarzen Bereich.

Die Position der Zählernummer kann in Abhängigkeit Ihres Zählermodells variieren.

Ihr Zähler verfügt je nach Zählermodell über ein Rollen-Zählwerk oder eine digitale Anzeige.

Ihren Zählerstand können Sie bequem online auf unserer Website angeben. Weitere Fragen und Antworten rund um das Thema Ablesung finden Sie hier.

Der Zähler wird von links nach rechts mit allen führenden Nullen abgelesen. Strom-, Gas- und Wasserzähler werden immer ohne Nachkommastellen abgelesen.

Bitte beachten: Fernwärmezähler werden mit Nachkommastellen abgelesen. Sind Sie sich einmal nicht sicher, können Sie uns auch gerne ein Foto von Ihrem Zähler übermitteln.

Kein Grund zur Sorge: Ihr Zählerstand zeigt nicht Ihren aktuellen Jahresverbrauch an. Ein Zähler wird nie zurückgesetzt. Wenn Sie wissen möchten, wie viel Strom, Gas oder Wasser Sie in den letzten zwölf Monaten verbraucht haben, vergleichen Sie bitte den aktuellen Zählerstand mit dem Stand vor einem Jahr – diesen finden Sie auf Ihrer letzten Stromrechnung.

Woher weiß ich, wie viel Strom oder Gas ich verbrauche?

Wie viel Strom oder Gas Sie im letzten Jahr verbraucht haben, sehen Sie auf der Jahresabrechnung Ihres aktuellen Versorgers. Die Strom- und Gaskosten ergeben sich aus den in Rechnung gestellten Kilowattstunden und des Grundpreises.

Wann bekomme ich meine Jahresverbrauchsabrechnung?

Als Privatkunden erhalten Sie die Jahresendabrechnung für Strom einmal jährlich zum Stichtag 31.03. Wenn Sie bei uns Strom- und zugleich Gaskunde sind, erhalten Sie die Jahresendabrechnung zum 30.09. des Jahres. Sie können bequem wählen, ob Sie die Rechnung über den postalischen Weg erhalten möchten oder per E-Mail. Rufen Sie dazu einfach unseren Kundenservice an: 02154 4703-333 oder schreiben Sie uns eine E-Mail: kundenservice@stm-stw.de.

Welche Vorteile bietet das Heizen mit Gas? 

Die Gasheizung gehört in Deutschland zu den Bestsellern unter den Heizsystemen. Sie überzeugt durch Effizienz und vergleichsweise preiswerte Anschaffungs- und Betriebskosten. Zudem verbrennt Gas deutlich umweltfreundlicher, als beispielsweise Heizöl. Ein weiterer Vorteil sind die hohen staatlichen Förderungen für den Heizungstausch, z.B. durch eine Gasheizung mit Brennwerttechnik oder eine Gas-Hybridheizung.

Woher weiß ich, wie viel Strom oder Gas ich verbrauche?

Wie viel Strom oder Gas Sie im letzten Jahr verbraucht haben, sehen Sie auf der Jahresabrechnung Ihres aktuellen Versorgers. Die Strom- und Gaskosten ergeben sich aus den in Rechnung gestellten Kilowattstunden und des Grundpreises.

Was sind SLP-Abnahmestellen?

SLP-Abnahmestellen (Standard-Last-Profil) sind -in der Regel- alle privaten Haushalte und kleine bis mittlere Gewerbe. Sie werden einmal im Jahr abgelesen, infolgedessen erhalten Sie auch nur einmal im Jahr eine detaillierte Abrechnung auf Basis des tatsächlichen Energieverbrauchs.

Anders ist es bei RLM-Abnahmestellen (RLM steht für „Registrierende Leistungsmessung“). Bei diesen Abnahmestellen überträgt der RLM-Zähler regelmäßig (Strom ca. alle 15 Min, Gas ca. alle 60 Min) den Energieverbrauch an den Netzbetreiber/Energieversorger. Diese Zähler sind im Strom erst ab einem Verbrauch von 100.000 kWh und im Gas ab einem Verbrauch von 1.500.000 kWh verpflichtend.

Was ist ein Niederdrucknetz?

Die meisten Niederdrucknetze dienen der Verteilung von Energie an kleinere Energieverbraucher:innen, wie z.B. Wohnhäuser, Mietshäuser und kleine bis mittlere Gewerbe. Deshalb werden sie auch häufig als Verteilungsnetze bezeichnet.

Die Errichtung und der zuverlässige Betrieb von Niederdrucknetzen erfolgt durch die örtlichen Netzbetreiber. Bei uns ist das die Stadtwerke Willich GmbH.

Was ist ein Niederspannungsnetz?

Die meisten Niederspannungsnetze dienen der Verteilung von Energie an kleinere Energieverbraucher:innen, wie z.B. Wohnhäuser, Mietshäuser und kleine bis mittlere Gewerbe. Deshalb werden sie auch häufig als Verteilungsnetze bezeichnet.

Die Errichtung und der zuverlässige Betrieb von Niederspannungsnetzen erfolgt durch die örtlichen Netzbetreiber. Bei uns ist das die Stadtwerke Service Meerbusch Willich GmbH & Co. KG, ein von uns unabhängiges Unternehmen.

Gasabhängigkeit

Woher kommt das Gas für Deutschland? 

Die wichtigsten Lieferländer für Gas nach Deutschland sind Russland, Norwegen und die Niederlande. Sie decken den Großteil der Gasversorgung ab. Da Gas bei unseren Nachbarn langsam zur Neige geht, wird die Erdgasversorgung in Deutschland sukzessive auf das höher brennwertige H-Gas („High calorific gas“) aus Russland umgestellt. Wann es bei Ihnen so weit ist, erfahren Sie hier: Erdgasumstellung in Willich

Besteht die Gefahr, dass Gas knapp wird und Kund:innen dann im Kalten sitzen?

Die Versorgung von Haushalten mit Gas und Wärme steht hierzulande unter besonderem Schutz. Auch wenn Versorgungskrisen drohen, hat die Belieferung mit Gas beziehungsweise Fernwärme höchste Priorität. Gesetzliche Notfallpläne regeln, dass sich kein Haushaltskunde vor einer kalten Wohnung fürchten muss. Für die aktuelle Heizperiode steht fest: Die deutschen Gasspeicher sind ausreichend befüllt, um den Bedarf der nächsten Monate zu decken.

Richtig ist, dass Deutschland mit seinem Gasverbrauch über das aktuelle Jahr hinaus von russischen Lieferungen abhängig ist. Derzeit gibt es keine Anzeichen, dass ein Lieferstopp für Gas aus Russland bevorsteht. Das kann sich zwar ändern, momentan aber fließt weiterhin Gas vom Osten in den Westen Europas und trägt zu einer stabilen Versorgungslage bei.

Wie lässt sich die Abhängigkeit von russischem Gas verringern?

Die gesamte Gasbranche und die deutsche Bundesregierung sind sich bewusst, dass Deutschland unabhängiger von russischen Lieferungen werden muss. Über den nächsten Winter hinaus wird Deutschland daher den Bezug von flüssigem Erdgas (Liquified Natural Gas, kurz: LNG) verstärken. Damit wird der Import von Gas per Schiff aus allen Weltregionen möglich.

Zugleich plant die Bundesregierung den Aufbau einer nationalen Gasreserve. Sie schafft Regeln für die Speicherung von Gas. Damit wird zusätzliche Vorsorge getroffen, dass in kommenden Heizperioden kein Engpass entsteht.

Auch auf europäischer Ebene ist die Abhängigkeit von russischen Gasimporten ein zentrales Thema. Hier zeichnen sich ebenfalls konkrete Maßnahmen ab, um Erdgas gemeinsam zu beschaffen und die Versorgungssicherheit im europäischen Verbund zu stärken.

Sind weitere Preiserhöhungen zu erwarten?

Die angespannte politische Situation, die durch den russischen Angriff auf die Ukraine entstanden ist, treibt die Gaspreise in die Höhe. Die Märkte reagieren damit auf mögliche Liefereinschränkungen. Da Gas in der Stromerzeugung eingesetzt wird, steigen zugleich die Strompreise. Wie sich die Energiepreise entwickeln, hängt stark davon ab, ob sich der Ukraine-Konflikt beruhigt oder weiter verschärft.

Bei andauernd hohen Energiepreisen kann kein Anbieter Anpassungen in seinen Tarifen ausschließen. Sollten wir als Stadtwerk Preise erhöhen müssen, geschieht das, um Ihre Belieferung mit Strom und Gas zuverlässig zu gewährleisten.

Was geschieht, wenn ich die weiter steigenden Preise irgendwann nicht mehr bezahlen kann?

Sollten unsere Kundinnen und Kunden in Zahlungsschwierigkeiten kommen, müssen sie keine Sperrungen befürchten. Suchen Sie bitte frühzeitig das Gespräch mit uns. Wir sind sicher, dass unsere Ansprechpartner:innen mit Ihnen eine Lösung finden.

Was kann ich tun um meinen Energieverbrauch zu senken?

Auf unserer Webseite finden Sie wertvolle Hinweise, wie Sie mit Energie schonender umgehen können.

  • Tipps, mit denen Sie Heizkosten sparen können
  • Reduzieren Sie Ihren Gasverbrauch und entlasten gleichzeitig die Umwelt
  • Einfache Kniffe, mit denen Sie weniger Strom verbrauchen
  • Ihre Kosten fürs Wasser können Sie mit diesen Tipps senken
  • Und wenn Sie wissen wollen, welche Maßnahmen sich zur klimafreundlichen Modernisierung für Ihren Wohnraum anbieten, hilft Ihnen unser Energiesparrechner

Preisbestandteile

Ich möchte auf Gas umstellen. Welche Kosten kommen auf mich zu? 

Ist Ihr Straßenzug bereits an ein Gasnetz angeschlossen, steht einer Versorgung mit Gas nichts im Wege. Sie benötigen lediglich einen sogenannten Hausanschluss. Hierfür berechnen wir einen Grundpreis in Höhe von 499 Euro. Die Kosten für die dazu notwendigen Tiefbauarbeiten müssen bauseits getragen werden.  

Die Kosten für die Hausanschlussleitung hängen von der Leitungslänge ab und werden nach Aufwand kalkuliert. Stellen Sie Ihre Anfrage zur Heizumstellung auf Gas einfach online. Selbstverständlich beraten wir Sie auch gerne persönlich. 

Warum kann es passieren, dass ich als Neukund:in höhere Energiepreise zahle?

In der Regel sichern wir uns vorausschauend Strom- und Gaskontingente, um den Energiebedarf unserer Kund:innen zu decken und unsere Preise moderat und stabil zu gestalten. Müssen wir jedoch eine unerwartet große Anzahl von Neukund:innen aufnehmen (wie beispielsweise zum Ende 2021), sind unsere vorausschauend geplanten Energiemengen schnell aufgebraucht. Wir müssen kurzfristig zu extrem hohen Preisen zusätzlich Energie beschaffen. Diese gestiegenen Kosten wirken sich unmittelbar auf die Preise der Ersatz-und Grundversorgung aus. Die vermeintlich zu hohen Preise decken lediglich die gestiegenen Kosten des Energieeinkaufs ab. Unser Stadtwerke Team arbeitet in solchen Fällen immer mit Hochdruck daran, den Energieeinkauf auf die veränderte Situation anzupassen, um allen gleichermaßen und schnellstmöglich attraktive Alternativangebote zur Verfügung stellen und die Preise senken.

Was ist der Unterschied zwischen Arbeitspreis und Grundpreis? 

Der Arbeitspreis ist der Nettopreis pro Kilowattstunde (kWh). Dieser wird mit der ermittelten Liefermenge multipliziert. Der Grundpreis beinhaltet alle allgemeinen Kosten für die Zähl- und Messeinrichtung wie z.B. Ablesung oder Wartung und wird unabhängig von Ihrem Verbrauch erhoben. 

Was bedeuten die unterschiedlichen Preisgarantien für meinen Energiepreis?

Ihr Strom- und auch Ihr Gaspreis setzt sich aus verschiedenen Preiskomponenten zusammen. Auf einen großen Teil dieser Preiskomponente haben wir, als Ihr Energieversorger keinen Einfluss. 

Daher fixieren unsere Preisgarantien meistens nur einen bestimmten Teil des Endpreises. Hier finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Preisgarantien und welche Bestandteile enthalten sind:

Die vollständige Preisgarantie: 

+ Strombeschaffung & Vertrieb (Energiekostenanteil)

+ Netznutzungsentgelte 

+ Konzessionsabgaben

+ Abgaben (EEG und KWKG)

– Änderungen der Mehrwertsteuer

– neu eingeführte gesetzliche Abgaben

Die (eingeschränkte) Preisgarantie: 

+ Strombeschaffung & Vertrieb (Energiekostenanteil)

+ Netznutzungsentgelte 

– Konzessionsabgaben

– Abgaben (EEG und KWKG)

– Änderungen der Mehrwertsteuer, der Strom- bzw. Erdgassteuer 

– neu eingeführte gesetzliche Abgaben

Die Energiepreisgarantie: 

+ Strombeschaffung & Vertrieb (Energiekostenanteil)

– Netznutzungsentgelte 

– Konzessionsabgaben

– Abgaben (EEG und KWKG)

– Änderungen der Mehrwertsteuer, der Strom- bzw. Erdgassteuer 

– neu eingeführte gesetzliche Abgaben

Was ist die Energiepreisgarantie?

Die Energiepreisgarantie, auch Preisfixierung genannt, verspricht Ihnen Schutz vor steigenden Strompreisen. Sie garantiert, dass der Energiepreis über einen bestimmten Zeitraum nicht erhöht wird. Damit erhalten Sie Kostensicherheit, denn Strompreise können je nach Ihrem Wohnort und Verbrauch pro Kilowattstunde stark schwanken.

Je nach Stromanbieter und Tarif, gilt das Preisversprechen für einen Zeitraum von einigen Monaten oder mehreren Jahren. Meistens bezieht sich dieses auf den reinen Energiepreis, also den Grundpreis und den Arbeitspreis. Netzentgelte, Steuern und Abgaben sind davon ausgenommen. Energiepreisgarantien treten üblicherweise zum Lieferbeginn in Kraft.

Wie wird mein Abschlag berechnet? 

Grundsätzlich berechnet die Stadtwerke Willich die Höhe Ihres Abschlags wie folgt: 

Arbeitspreis x Jahresverbrauch + Jahresgrundpreis = Kosten pro Jahr 

Der monatliche Abschlag entspricht dann den Kosten pro Jahr geteilt durch zwölf Monate. Der Verbrauch wird in kWh angegeben. Die Preise in der Abschlagsberechnung sind immer Bruttopreise. Die zukünftigen Abschlagsbeiträge passen wir anhand Ihrer letzten Jahresabrechnung an. 

Warum gibt es für Gas einen Umrechnungsfaktor? 

Gas ist ein natürliches Produkt, dessen Wärmeinhalt je nach örtlicher Zusammensetzung und Verbrauchszeitraum schwankt. Damit Sie trotzdem immer einen fairen Preis und die gleiche Leistung für gleiches Geld bekommen, gibt es den Umrechnungsfaktor Gas, der diesen Unterschied korrigiert. 

Der Umrechnungsfaktor für Gas setzt sich aus dem Brennwert und der Zustandszahl (z-Zahl) zusammen und wird mit der Anzahl der Kubikmeter multipliziert.  

Was bedeutet der Brennwert und die Zustandszahl auf meiner Gasrechnung? 

Der Brennwert gibt die Wärmeenergie an, die bei der Verbrennung eines Gases freigesetzt wird, und wird in kWh/m³ angegeben. Der Wert ist von der Zusammensetzung abhängig. Je höher der Methangehalt, desto höher der Brennwert. Je nach Qualität des Gases variiert der Brennwert zwischen 8,0 und 12,5 kWh/m³.  

Aktuell haben Sie sicher schon von der Erdgasumstellung in Willich von L- auf H-Gas gehört. Der Unterschied zwischen diesen beiden Gas-Arten: H-Gas hat einen höheren Methan-Gehalt – folglich höheren Brennwert und setzt somit bei der Verbrennung mehr Energie frei als L-Gas. Einer der Gründe für die Erdgasumstellung. 

Die Zustandszahl (z-Zahl) berücksichtigt den Einfluss von weiteren Faktoren (wie Luftdruck, Gasdruck und Gastemperatur) auf das Gasvolumen. Sie wandelt rechnerisch das vom Gaszähler gemessene Gasvolumen auf einen definierten Normzustand um. Da der tatsächliche Gas Betriebszustand immer von diesem Normzustand abweicht, wird der Unterschied über den Korrekturfaktor z-Zahl ausgeglichen.  

Wie kann ich Gas von Kubikmetern (m³) in Kilowattstunden (kWh) umrechnen? 

Vielleicht ist es Ihnen schon aufgefallen: auf Ihrem Gaszähler, wird Ihr verbrauchtes Gas in der Maßeinheit kWh/m³ – Kilowattstunden pro Kubikmeter gemessen und auf der Rechnung in Kilowattstunden (kWh). Um diese Werte miteinander vergleichbar zu machen, benutzt man einen Umrechnungsfaktor. Dazu benötigen Sie allerding noch zwei weitere Werte: den Brennwert und die Zustandszahl (z-Zahl). Diese Werte finden Sie auf Ihrer letzten Gasrechnung.  

Für die Umrechnung des eigenen Gasverbrauchs von Kubikmetern (m³) in Kilowattstunden (kWh), können Sie folgende Formel anwenden: 

Kubikmeter x Umrechnungsfaktor (Brennwert x Zustandszahl) = kWh 

Preisentwicklung

Warum steigen die Gaspreise?

Die Gründe für die steigenden Gaspreise sind vielfältig. In den ersten Monaten 2021 zog die Konjunktur weltweit an. Damit stieg der Bedarf an Rohstoffen; gleichzeitig hatten wichtige Gaslieferanten wie Norwegen oder die Niederlande Probleme bei der Gasproduktion. Im langen Winter 20/21 wurden zudem die Gas-Vorräte stärker aufgebraucht, und die Speicher in vielen Ländern sind auch momentan noch deutlich weniger gefüllt. Knappes Angebot, große Nachfrage: Das führt dazu, dass sich die Preise in diesem Jahr nahezu vervierfacht haben. In Deutschland steigt zudem die CO2-Abgabe weiter wie geplant: im kommenden Jahr auf 30 Euro pro Tonne klimaschädlichem Kohlendioxid. Haushalte zahlen dann 0,65 Cent pro Kilowattstunde Gas an Abgabe.

Werden die Energiekosten noch weiter steigen?

Die Entwicklungen an den Energiemärkten sind komplex und schwer kalkulierbar. Ein wichtiger Faktor sind die sogenannten Emissionszertifikate, die Industrieunternehmen und Kraftwerksbetreiber in der EU für ihren CO2-Ausstoß vorhalten müssen. Deren Preis hat sich in diesem Jahr mehr als versechsfacht, dadurch ist die Energieproduktion teurer geworden. Voraussichtlich wird diese CO2-Bepreisung hoch bleiben, denn die EU hat ihre Klimaziele kürzlich verschärft (der sogenannte Green Deal). Welche weiteren äußeren Faktoren – Wetterlage, politische Situationen in den Ländern dieser Erde – sich darüber hinaus ungünstig auf die Energiekosten auswirken werden, kann niemand voraussagen.

Steigen die Preise für Strom und Gas bei allen Energieversorgern, oder nur bei den Stadtwerken Willich?

Die Preise steigen weltweit. Hierzulande gibt es Wettbewerber, die ihre Preise verdoppeln, teilweise sogar mehr als das. Wir liegen mit unserer Anhebung von durchschnittlich 12 Prozent für Erdgas in einem moderaten Bereich. Ein Grund dafür ist unsere vorausschauende Einkaufsstrategie, die uns von den Discountern am Energiemarkt unterscheidet. Deren Geschäftsmodell ist es, Strom und Gas sehr kurzfristig einzukaufen. Dieses höhere Risiko ist problematisch in Zeiten, in denen Preise um das Drei- bis Vierfache steigen: Die Meldungen über Billiganbieter, die ihre Versorgung gebietsweise einstellen oder Insolvenz anmelden, häufen sich. Für Verbraucherinnen und Verbraucher, die davon betroffen sind, lohnt eine Prüfung unserer Tarife in unserem Tarifrechner.

Wie kann ich mich vor weiteren Preissteigerungen schützen?

Wir bieten Ihnen einen Tarif mit einer eingeschränkten Preisgarantie an. Damit machen Sie sich für zwei Jahre unabhängig von den Entwicklungen an den Energiemärkten. Denn Beschaffungskosten und Netzentgelte werden weiterhin schwer kalkulierbar bleiben. Generell gilt: Es wird immer wichtiger, mit Energie klug und sparsam umzugehen. Das ist für viele Haushalte der wichtigste Hebel, um steigenden Preisen vorzubeugen.

Wohin fließt das Geld aus den Preissteigerungen?

Erstens sind Strom und Gas an den Börsen teurer geworden. Energieunternehmen zahlen also in diesem Jahr durchgängig höhere Preise für die Beschaffung. Zweitens sind die Gebühren gestiegen, die Netzbetreiber fürs Durchleiten von Gas erheben – die sogenannten Netzentgelte. Drittens macht sich die CO2-Abgabe bemerkbar, die der Bund erhebt. Im kommenden Jahr steigt sie auf 30 Euro pro Tonne klimaschädlichem Kohlendioxid. Haushalte zahlen dann 0,65 Cent pro Kilowattstunde Gas an Abgabe.

Wie helfen steigende Gas- und Stromkosten das Klima zu schonen?

Eines der wichtigsten klimapolitischen Ziele ist es, das schädliche Kohlendioxid drastisch zu reduzieren. Deshalb hat die Bundesregierung 2020 unter anderem die CO2-Abgabe beschlossen. Ihr Ziel: Anreize für die Verbraucher:innen zu schaffen, sich klimafreundlich zu verhalten.

Bund und Länder haben vereinbart, die Abgabe schrittweise zu erhöhen: bis 2025 auf 55 Euro pro Tonne Kohlendioxid. Das bedeutet für die Verbraucher:innen, dass die Kilowattstunde Gas 2022 um rund 0,65 Cent teurer wird. 2025 wird diese Summe bei 1,20 Cent liegen. Die Einnahmen nutzt der Staat, um klimaschonende Maßnahmen zu fördern: etwa die energetische Sanierung von Häusern, die Umstellung von Heizungen auf erneuerbare Energien oder die Anschaffung von Fahrzeugen mit klimafreundlichem Antrieb.

Wie schnell kann der Wechsel von Gas auf erneuerbare Energie funktionieren?

Gas als fossiler Energieträger ist eine sogenannte Brückentechnologie. Wichtig ist, Gas zukünftig vor allem in den Bereichen einzusetzen, die nicht einfach auf erneuerbare Energieträger umgestellt werden können. Vor allem bei der Versorgung von Gebäuden mit Wärme wird Gas noch für einen längeren Zeitraum eine Rolle spielen.

Erneuerbare Energien werden die Abhängigkeit Deutschlands von Importen senken und sie sichern langfristig günstige und stabile Energiepreise.

Was kann ich in meinem Haushalt tun, um weniger Energie zu verbrauchen?

Jeder Einzelne von uns kann einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Wie Sie aktiv Ihren Energieverbrauch senken können, erfahren Sie auf unseren Webseiten:

Warum haben mehrere Anbieter in Deutschland ihre Energielieferung eingestellt?

Seit Anfang Oktober 2021 haben eine Reihe von Discountanbietern Lieferverträge mit sofortiger Wirkung gekündigt oder Insolvenz angemeldet. Betroffen waren zehntausende Privathaushalte. Sie wurden von den örtlichen Stadtwerken in der Grund- oder Ersatzversorgung aufgefangen.

Der Hauptgrund dafür war, dass die Discounter versäumt haben, vorausschauend zu planen und benötigte Liefermengen seriös abzusichern. Sie haben vielmehr auf durchgängig günstige Einkaufspreise im kurzfristigen Stromhandel spekuliert und über vordergründig gute Angebote Kund:innen mit langen Laufzeitverträgen an sich gebunden.

Einige äußerst unseriöse Anbieter sind sogar so weit gegangen, die Belieferung ihrer Kund:innen zu stoppen, obwohl sie im Besitz der benötigten Energieliefermengen waren. Vermutlich wollten sie die Energiemengen angesichts der hohen Marktpreise lieber selbst weiter vermarkten, anstatt sie ihren Kund:innen zum vereinbarten Preis zu liefern.

Förderungen

Wie sichere ich mir Fördergelder für meine neue Gasheizung? 

Zugegeben: die Beschäftigung mit staatlichen Förderprogrammen, steht nicht gerade ganz oben auf der Liste für Lieblingsbeschäftigungen. Die Beantragung von Fördergeldern beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) setzt Sachverstand voraus und kostet meistens viel Zeit und Nerven. Sparen Sie sich das – wir kümmern uns darum. Von der Beantragung der richtigen Förderung bis zur Abwicklung Ihres Förderantrags. Nutzen Sie unseren Förderservice

Einen Überblick zu allen staatlichen Förderprogrammen verschafft Ihnen die Febis-Förderdatenbank. 

Bei einer Umstellung von einer Ölheizung auf Gas-Brennwerttechnik fördern wir Sie zusätzlich. Sichern Sie sich extra Zuschüsse für Ihren Heizungstausch.

Gibt es Förderungen der Stadtwerke Willich, die mir zu Gute kommen könnten?

Es gibt eine ganze Reihe an Förderprogrammen, mit denen Bund, Länder und auch wir als Energieunternehmen Ihre klimafreundlichen Vorhaben unterstützen.

Sie haben Fragen? Lassen Sie sich von unserem Fachpersonal beraten.

Bitte beachten Sie:

Uns erreichen aktuell überdurchschnittlich viele Anfragen. Es kann daher zu Verzögerungen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

02154 4703-333

Mo. – Fr.: 08:00 – 17:00 Uhr