Albert Lopez, Geschäftsführer der Stadt- und Wasserwerke in Willich und Meerbusch, verabschiedet sich Ende 2020 in den Ruhestand. Nachfolger wird Tafil Pufja aus Viersen. Um eine geordnete und stabile Übergabe zu gewährleisten, haben sich die Aufsichtsgremien bis zum Ausscheiden von Herrn Lopez für eine Doppelspitze ab dem 1. April 2020 entschieden.

Mit Beginn der ersten Jahreshälfte 2020 steht an der Spitze der Stadt- und Wasserwerke in Willich und Meerbusch ein Wechsel an. Albert Lopez, seit 20 Jahren Alleingeschäftsführer, geht zum 31. Dezember 2020 in den Ruhestand und wird den Staffelstab an Herrn Tafil Pufja übergeben. Über zwei Jahrzehnte führte der Diplom-Ingenieur und -Betriebswirt Albert Lopez die Geschicke der Stadtwerke Service Meerbusch Willich GmbH & Co. KG, Stadtwerke Meerbusch GmbH, Stadtwerke Willich GmbH, Wasserversorgung Willich GmbH, Wasserwerk Willich GmbH und MWEnergy GmbH.

 

Begrüßung des zukünftigen Geschäftsführers durch Albert Lopez und den Aufsichtsrat der stw

Dem Niederrhein verbunden

Mit Herrn Pufja haben die Stadt- und Wasserwerke einen erfahrenen Gestalter der Energiebranche als Nachfolger für Albert Lopez gewinnen können. Er wurde am 20. Mai 1977 in Viersen geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sowohl bei seiner Schulausbildung am Erasmus-von-Rotterdam Gymnasium in Viersen als auch während seines Studiums an der Hochschule Niederrhein blieb er seiner Heimat als überzeugter Niederrheiner treu. Im Jahr 2004 startete er nach erfolgreichem Abschluss zum Diplom-Wirtschaftsingenieur seine Karriere in der Region bei der Niederrheinwerke Viersen GmbH.

In dem Unternehmensverbund Niederrheinwerke machte er in den folgenden Jahren Karriere, wurde in einigen Konzerngesellschaften zum Prokuristen und in zwei Tochterunternehmen zum Geschäftsführer bestellt. Tafil Pufja fühlt sich der Region eng verbunden: „Der Niederrhein bedeutet für mich Heimat. Hier weiß ich, wie die Leute denken und fühlen. Ich bin einer von hier.“

Digitalisierung, Erneuerbare Energien sowie Elektromobilität sind für Tafil Pufja die Kernthemen, die die Energielandschaft in den nächsten Jahren massiv verändern werden: „Ich verstehe es als meine wesentliche Aufgabe gemeinsam mit dem Team zukunftsträchtige Ideen und Geschäftskonzepte zu entwickeln, mit denen es uns gelingen wird, diese Megatrends positiv zu nutzen“, so Pufja.

Allerdings sind auch in den traditionellen Geschäftsfeldern immer wieder neue Aufgaben zu lösen, z. B. der durch die Regulierungsbehörden erzeugte Kostendruck auf die technischen Bereiche sowie die zunehmende Wettbewerbsintensität im Energieverkauf.

Frühzeitige Suche und Auswahlverfahren

Um eine geordnete und stabile Übergabe dieser Aufgaben und Herausforderungen zu gewährleisten, haben sich die Aufsichtsgremien der beteiligten Gesellschaften frühzeitig mit der Nachfolgeregelung von Herrn Lopez beschäftigt und hierzu aus ihrer Mitte eine aus fünf Personen bestehende Auswahlkommission gebildet. Diese setzte sich zusammen aus den Aufsichtsratsmitgliedern Herr Werner Damblon und Frau Nicole Niederdellmann-Siemes (Stadt Meerbusch), Herr Johannes Bäumges und Herr Bernd-Dieter Röhrscheid (Stadt Willich) und Frau Dr. Martina Sanfleber (innogy SE). Aufgabe der Kommission war es, mit externer Unterstützung eine/n geeignete/n Kandidaten/in zu suchen und den Aufsichtsgremien zur Wahl vorzuschlagen.

Aus einem Kreis von über 70 Bewerbern/innen stellten sich zunächst fünf ausgewählte Kandidaten/innen dem Auswahlgremium vor. In einer zweiten Runde wurden drei der Bewerber/innen einer nochmaligen Prüfung unterzogen und nach intensiver Bewertung der Präsentationen entschied sich die Auswahlkommission einstimmig für Herrn Pufja.

Am 19. Juni stellte sich der designierte Nachfolger den Aufsichtsräten der betroffenen Gesellschaften vor. Nach einem überzeugenden Auftritt von Herrn Pufja wählten ihn alle Aufsichtsräte in separaten Sitzungen jeweils einstimmig zum zukünftigen Geschäftsführer ihrer Gesellschaft.

Zum Abschluss des Auswahlprozederes erfolgte die persönliche Vorstellung von Herrn Pufja in den nichtöffentlichen Teilen der Ratssitzungen am 27. Juni in Meerbusch und am 10. Juli 2019 in Willich. Auch in beiden politischen Gremien fand der ausgewählte Kandidat die ungeteilte Zustimmung.

Der 42jährige Viersener überzeugte die Auswahlkommission sowohl mit seiner fachlichen Expertise als auch mit seinem persönlichen Auftreten und ihm wird die Führung des Gesamtunternehmens ab dem 1. Januar 2021 uneingeschränkt zugetraut.

Sukzessive Übergabe

Starten wird Herr Pufja bei den Stadtwerken am 1. April 2020. Er übernimmt zunächst die Zuständigkeit für den Technischen Bereich in Meerbusch-Osterath. An dem Standort sind ca. 80 Mitarbeiter beschäftigt und Herrn Pufja hat die Möglichkeit, diesen Geschäftsbereich und die dortigen Mitarbeiter intensiv kennenzulernen. Zum 1. Juli 2020 wird er seinen Hauptsitz nach Willich verlagern und erhält zusätzlich die Verantwortung für den Bereich Vertrieb mit ca. 25 Mitarbeitern. Am 1. Oktober 2020 geht die Zuständigkeit für den kaufmännischen Bereich ebenfalls auf Herrn Pufja über und mit dem Ausscheiden von Herrn Lopez übernimmt er dann als alleiniger Geschäftsführer zum Jahreswechsel 2020/2021 die restlichen Bereiche Service und Wasserproduktion.

Albert Lopez übergibt seinem Nachfolger ein geordnetes Feld. Die Stadt- und Wasserwerke in Willich und Meerbusch sind moderne und leistungsfähige Energieversorgungs­unternehmen, die auch wirtschaftlich auf soliden Füßen stehen und sich erfolgreich im Wettbewerb behaupten.

Mit fast 200 Mitarbeitern versorgen die Gesellschaften in Meerbusch und Willich über 100.000 Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmekunden. Hinzu kommen Dienstleistungsangebote wie das EnergieDach und Wärmecontracting, in Willich die Straßenbeleuchtung, der Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität und eine ständige Modernisierung der Netze für die verlässliche Versorgung der Willicher und Meerbuscher Bürger.

Albert Lopez hat vollstes Vertrauen in seinen Nachfolger: „Die Energiebranche ist in einem fundamentalen Umbruch. Wer sich am Markt behaupten und entfalten will, muss zum einen in seinem Kerngeschäft sehr gut sein und zum anderen auf das Geschäft von morgen blicken; es gilt insbesondere, neue zukunftsfähige Geschäftsmodelle herauszubilden. Ich bin mir sicher, dass Herr Pufja diese Aufgaben sehr gut meistern wird.“

 

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