Windkraft in Willich – Energie für die Menschen vor Ort
Die Stadtwerke Willich und die Stadtwerke Meerbusch bauen gemeinsam mit BMR energy solutions in Willich derzeit fünf Windkraftanlagen. Sie leisten einen wertvollen Beitrag zur Energiewende in unserer Region: mit jährlich rund 61 Millionen Kilowattstunden produzieren sie Strom für etwa 17.000 Haushalte.
In naher Zukunft drehen sich fünf Windkraftanlagen in Willich, gebaut von den Stadtwerken Willich, den Stadtwerken Meerbusch und BMR energy solutions. Die Turbinen produzieren dann rund 61 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Genug, um damit etwa 17.000 Haushalte zu versorgen.
Die Bürgerinnen und Bürger sind an diesen regionalen Energieprojekten beteiligt. Sie haben Sparbriefe im Wert von 2,7 Millionen Euro erworben und profitieren so direkt von der Wertschöpfung vor Ort.
Hinweis: Alle Sparbriefe der Bürgerbeteiligung für unser Windkraftprojekt Willich 1 (Münchheide) wurden bereits in Phase 1 zu 100 Prozent ausgeschöpft. Eine Beteiligung ist aber noch für die Turbinen in Dickerheide (Willich 3) möglich. Die Teilnahmebedingungen und Informationen finden Sie unten auf dieser Seite.
Unsere Windkraftprojekte im Überblick
Derzeit realisieren wir zwei Windkraftprojekte auf Willicher Stadtgebiet. Beide Projekte tragen zur regionalen Stromerzeugung bei und werden teilweise über eine Bürgerbeteiligung finanziert.
Am Rande des Gewerbegebietes Münchheide V entstehen zwei Turbinen, die unsere Infrastruktur zur regionalen Stromerzeugung durch erneuerbare Energien ergänzen.
Standort & Projektpartner
| Standort | Betreiber | Projektpartner | Zeitplan |
| Westlich Aachener Straße, gegenüber Münchheide V | Windpark Willich 1 GmbH & Co. KG | -Stadtwerke Willich GmbH -Stadtwerke Meerbusch GmbH -BMR energy solutions GmbH | Baubeginn: November 2025 Inbetriebnahme: voraussichtlich Oktober 2026 |
Technische Daten
- Anzahl Anlagen: 2
- Anlagentyp: Nordex N163/6.X TS118
- Nennleistung je Anlage: 6.800 kW
- Gesamtleistung: 13,6 MW
- Stromerzeugung je Anlage: ca. 12,5 Mio. kWh/Jahr
- Nabenhöhe: 118 m
- Rotordurchmesser: 163 m
- Gesamthöhe: 200 m
Investition & Bürgerbeteiligung
- Gesamtinvestition: 19 Millionen Euro
- Finanzierung: 15 % Eigenkapital, Darlehen und Bürgerbeteiligung
- Beteiligungsmodell: Bürgersparbrief
In der Dickerheide entstehen zwischen Neusser Straße und Hursterhöfe drei Turbinen, die unsere Infrastruktur regionalen Stromerzeugung durch erneuerbare Energien ergänzen.
Standort & Projektpartner
| Standort | Betreiber | Projektpartner | Zeitplan |
| Zwischen Neusser Straße und Hursterhöfe: | Windpark Willich 3 GmbH & Co. KG | -Stadtwerke Willich GmbH -Stadtwerke Meerbusch GmbH -BMR energy solutions GmbH | Baubeginn: November 2025 Inbetriebnahme: voraussichtlich Ende Januar 2027 |
Technische Daten
- Anzahl Anlagen: 3
- Anlagentyp: Nordex N163/5.X TCS164
- Nennleistung je Anlage: 5.700 kW
- Gesamtleistung: 17,1 MW
- Stromerzeugung je Anlage: ca. 12 Mio. kWh/Jahr
- Nabenhöhe: 164 m
- Rotordurchmesser: 163 m
- Gesamthöhe: 246 m
Investition & Bürgerbeteiligung
- Gesamtinvestition: 28 Millionen Euro
- Finanzierung: 15 % Eigenkapital, Darlehen und Bürgerbeteiligung
- Beteiligungsmodell: Bürgersparbrief
Wo unsere Windkraftanlagen entstehen
So funktioniert die Bürgerbeteiligung
Der Sparbrief ist die einfachste und sicherste Möglichkeit, sich an einem Windrad zu beteiligen. Dabei legen Bürgerinnen und Bürger aus der Region Geld für eine genau definierte Zeit an und bekommen einen festen Zins, der oft etwas höher ist als bei üblichen Sparangeboten. Das Geld hilft, die Turbinen zu finanzieren, und ein Teil des Ertrags kommt als Zins zurück zu den Menschen vor Ort. Der Nutzen der Energiewende bleibt also in der Region.
Rahmenbedingungen
- Laufzeit: 10 Jahre
- Maximaler Anlagebetrag: 10.000 Euro
- Zinssatz: 3,25%
- Ausgebendes Institut: Sparkasse Krefeld
Finanzierung der Projekte
Die Windkraftprojekte werden über eine Kombination aus Eigenkapital, Fremdfinanzierung und Bürgerbeteiligung realisiert.
- Gesamtinvestition Windpark Willich 1: 19 Millionen Euro
- Gesamtinvestition Windpark Willich 3: 28 Millionen Euro
- Finanzierungsstruktur: 15% Eigenkapital, Darlehen und Bürgerbeteiligung
Wer kann sich beteiligen?
Alle Bürgerinnen und Bürger, die sich an kommunalen Energieprojekten beteiligen wollen, können Sparbriefe erwerben. Zumeist erfolgt die Zeichnung in zwei verschiedenen Phasen, und es gibt eine Mindest- und eine Maximal-Anlagesumme.
Bei neuen Projekten informieren wir Sie rechtzeitig über die konkreten Details der Beteiligung.
Fragen und Antworten zur Windkraft-Bürgerbeteiligung
Das sogenannte Bürgerenergiegesetz, das seit Ende 2023 in Nordrhein-Westfalen gilt, schreibt die finanzielle Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern verpflichtend vor. Damit soll die Wertschöpfung vor Ort gehalten und die Akzeptanz erhöht werden.
Detaillierte Fragen und Antworten zum Bürgerenergiegesetz stellt das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium zur Verfügung: Bürgerenergiegesetz Nordrhein-Westfalen | Wirtschaft NRW
Die Publikation der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz erläutert das Gesetz in verständlicher Weise: Bürgerenergiegesetz NRW — einfach erklärt
Nein. Da die Sparbriefe bei einem öffentlichen Beteiligungsverfahren gezeichnet werden, gilt die nationale Einlagensicherung. Sie gehen mit den Sparbriefen also keinerlei Risiko ein.
Bei den beiden Windkraft-Projekten in Münchheide und Dickerheide haben die Stadtwerke Willich und die Stadtwerke Meerbusch erstmals die Bürgerbeteiligung initiiert. Wir hatten dabei starke Partner an unserer Seite:
- Die BMR energy solutions GmbH unterstützt seit mehr als 25 Jahren Kommunen bundesweit dabei, Wind- und Solarprojekte zu realisieren und ist auch mit Verfahren der Beteiligung bestens vertraut.
- Die Sparkasse Krefeld ist die Emittentin der Sparbriefe.
Es ist unser Ziel, dass wir die Bürgerinnen und Bürger in Meerbusch und Willich in wenigen Jahren vollständig mit regenerativer Energie beliefern, die wir in der Region erzeugen. Deshalb sind auch weitere Windanlagen in der Planung, zu denen wir derzeit aber noch keine Details bekannt geben können.
Ansprechpartner
Fragen zum Projekt
Mario Sagner