30. Juni 2026

161 Stufen, 98 Jahre Geschichte, ein Ausblick: Wasserturm Feller­höfe öffnet seine Türen

  • Am 5. Juli kann das Denkmal beim Raderlebnistag Niederrhein besichtigt werden
  • Aktive können sich außerdem an der Wassertheke der Stadtwerke erfrischen

Seit fast einem Jahrhundert ist er ein verlässlicher Orientierungspunkt und prägt das Landschaftsbild rund um Willich: der Wasserturm in den Fellerhöfen. Am 5. Juli öffnen die Stadtwerke Willich ihr Wahrzeichen für Besucherinnen und Besucher — ein seltenes Privileg, denn normalerweise sind die Türen des vor 98 Jahren errich­teten Wasserturms verschlossen.

Anlass ist der Raderlebnistag Niederrhein, der in der Region zum dritten Mal statt­findet. Von 11 bis 15 Uhr können Interessierte den Turm besichtigen. Fragen zur historischen Technik beantwortet vor Ort Lutz Meierherm, Leiter der Wasserwerke Willich. Wer die Energie aufbringt und die 161 Stufen bis zur Plattform aufsteigt, wird mit einem großartigen Rundumblick belohnt — bei klarem Wetter sind Duis­burg, Köln und sogar die Eifel zu sehen.

Zwei Routen führen direkt am Turm vorbei

Errichtet wurde der Wasserturm Fellerhöfe 1928. Mit rund 41 Metern Höhe und einem Durchmesser von 8,75 Metern zählt er zu den markantesten Industriebauten der Region. Seit 1987 steht er unter Denkmalschutz. Der Abstecher in die Feller­höfe lohnt sich auch deshalb, weil die Stadt­werke dort eine Wassertheke aufbauen werden, an der sich radelnde Aktive kosten­los erfrischen können.

Beim Raderlebnistag wählen Teilnehmende aus mehr als 90 Touren die Strecke, die zur eigenen Kondition passt. Die Routen mit den Nummern 56 und 58 führen direkt am Wasserturm vorbei: Mit rund 42 beziehungsweise 32 Kilometern Länge sind beide auch für weniger geübte Radfahrerinnen und Radfahrer gut geeignet.

Sich zu verfahren, das ist beim Raderlebnistag übrigens so gut wie unmöglich. Denn das rund 2.000 Kilometer lange Radwegenetz am Niederrhein ist mit einem Knoten­punkt­system bestens ausgeschildert. Dieses System stammt aus Belgien und den Nieder­landen und ist mittlerweile in der gesamten Region umgesetzt.

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Andrea Steffen

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